Ratgeber

Ist Tagesgeld sicher? Einlagensicherung 2026 erklärt

Zuletzt aktualisiert: 06.04.2026 · 2 Min. Lesezeit

Tagesgeld gilt als eine der sichersten Anlageformen überhaupt. Solange Sie bei einer seriösen Bank innerhalb der EU anlegen und den gesetzlichen Schutzrahmen kennen, können Sie praktisch nichts verlieren.

Die gesetzliche Einlagensicherung in der EU

In allen EU-Mitgliedstaaten sind Bankeinlagen durch die Einlagensicherungsrichtlinie (DGSD) geschützt. Wird eine Bank insolvent, erhalten Sie Ihr Geld zurück – bis zu 100.000 € pro Person und Bank.

Land Schutzgrenze Auszahlungsfrist System
Deutschland 100.000 € 7 Werktage Einlagensicherungsfonds + freiwillige Systeme
Österreich 100.000 € 7 Werktage Einlagensicherung Austria (ESA)
Niederlande 100.000 € 7 Werktage Depositogarantiestelsel
Schweiz 100.000 CHF 20 Werktage esisuisse

Wichtig: Die 100.000 € gelten pro Person und pro Bank. Haben Sie bei derselben Bank mehrere Konten, sind insgesamt nur 100.000 € geschützt.

Was passiert bei einer Bankeninsolvenz?

Wird eine Bank insolvent, übernimmt der nationale Einlagensicherungsfonds die Auszahlung. Sie müssen nichts aktiv unternehmen:

  1. Die BaFin stellt den Entschädigungsfall fest
  2. Die Einlagensicherung informiert Sie automatisch
  3. Ihre Einlagen werden innerhalb von 7 Werktagen ausgezahlt
Bewährt in der Praxis: Bei der Insolvenz der Greensill Bank (2021) wurden alle Einlagen bis 100.000 € vollständig und fristgerecht ausgezahlt.

Wie sichere ich mehr als 100.000 € ab?

Ausländische Banken: Worauf achten?

Viele attraktive Tagesgeldangebote kommen von EU-Banken aus anderen Ländern. Das ist grundsätzlich sicher – die EU-Einlagensicherung gilt EU-weit. Achten Sie auf eine gültige EU-Banklizenz und die Mitgliedschaft im nationalen Einlagensicherungssystem.

Häufige Fragen

Ist Tagesgeld sicherer als Aktien?

Ja – deutlich. Aktien können stark fallen oder wertlos werden. Tagesgeld ist bis 100.000 € garantiert. Dafür haben Aktien langfristig höhere Renditechancen.
Was ist der Unterschied zwischen gesetzlicher und freiwilliger Einlagensicherung?

Die gesetzliche Sicherung (100.000 €) ist EU-weit verpflichtend. Viele deutsche Banken – v.a. Sparkassen und Volksbanken – haben zusätzlich freiwillige Systeme ohne festgelegte Obergrenze.
Wie erkenne ich eine seriöse Bank?

Prüfen Sie: BaFin-Zulassung, Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungssystem, Unternehmensalter und unabhängige Kundenbewertungen. Alle Banken in unserem Vergleich wurden sorgfältig geprüft.

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Redaktion Tageszinsen.org
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