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EZB hat den Einlagensatz am 16.09.2026 von 2,25 % auf 2,50 % erhöhtWas das für Tagesgeld bedeutet →

Grundlagen

Was ist Tagesgeld?

Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026 · 2 Min. Lesezeit

Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Sparkonto, auf das Sie jederzeit zugreifen können. Es verbindet die Flexibilität eines Girokontos mit Zinsen – und eignet sich damit vor allem für Rücklagen, die schnell verfügbar sein sollen.

So funktioniert Tagesgeld

Sie eröffnen das Konto bei einer Bank und verknüpfen es mit einem Referenzkonto, meist Ihrem Girokonto. Überweisungen gehen nur zwischen diesen beiden Konten hin und her. Es gibt keine Laufzeit und keine Kündigungsfrist: Das Geld ist in der Regel am nächsten Bankarbeitstag auf dem Girokonto.

Der Zins ist variabel. Die Bank darf ihn jederzeit ändern – nach oben wie nach unten. Viele Banken locken Neukunden mit einem höheren Aktionszins, der für einige Monate gilt; danach gilt der normale Zins für Bestandskunden.

Wie die Zinsen berechnet werden

Die Bank berechnet die Zinsen taggenau auf Ihr Guthaben und schreibt sie monatlich, quartalsweise oder jährlich gut. Je häufiger die Gutschrift, desto früher werden auch die Zinsen selbst verzinst.

Aktuell zahlt die beste Bank im Vergleich Neukunden 4,10 % (Renault Bank direkt, Stand 16.09.2026). Der Einlagensatz der EZB, an dem sich die Banken orientieren, liegt bei 2,50 %.

Rechenbeispiel: 20.000 € zu einem Beispielzins von 3,25 % bringen in einem Jahr 650 € Zinsen. Mit Freistellungsauftrag bleiben sie komplett steuerfrei, ohne behält die Bank rund 171 € Steuern ein. Eigene Werte rechnen Sie im Zinsrechner aus.

Tagesgeld, Festgeld und Girokonto im Vergleich

Kriterium Tagesgeld Festgeld Girokonto
Verfügbarkeit jederzeit erst am Ende der Laufzeit jederzeit
Zins variabel fest für die Laufzeit meist keiner
Laufzeit keine fest vereinbart keine
Einlagensicherung bis 100.000 € bis 100.000 € bis 100.000 €
Geeignet für Rücklagen, Notgroschen Geld, das Sie länger nicht brauchen Zahlungsverkehr

Mehr zur Wahl zwischen den beiden Sparformen lesen Sie im Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld.

Wie sicher ist Tagesgeld?

Guthaben sind in der EU bis 100.000 € je Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Welches Land dafür zuständig ist und wie Sie höhere Beträge absichern, erklärt der Ratgeber Ist Tagesgeld sicher?.

Tagesgeld und Steuern

Zinsen sind steuerpflichtig: Über dem Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Ehepaare 2.000 €) fallen 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag an. Einzelheiten stehen im Ratgeber Tagesgeld und Steuern.

FAQ

Häufige Fragen

Wie oft ändern Banken den Tagesgeldzins?

Der Zins ist variabel und kann jederzeit angepasst werden. In der Praxis ändern Banken ihn meist nach Entscheidungen der EZB oder wenn sie im Wettbewerb um neue Kunden nachsteuern. Aktionszinsen für Neukunden sind oft für einige Monate garantiert.

Gibt es beim Tagesgeld eine Mindestanlage?

Bei den meisten Direktbanken nicht. Einzelne Angebote verzinsen erst ab einem bestimmten Betrag oder nur bis zu einer Höchstgrenze – das steht in den Konditionen der Bank.

Wie viele Tagesgeldkonten darf ich haben?

So viele Sie möchten. Wer den Sparer-Pauschbetrag nutzt, sollte ihn per Freistellungsauftrag auf die Banken verteilen.

Aktuell höchster Neukundenzins im Vergleich

4,10 % bei Renault Bank direkt

4 Monate, danach 2,00 % – geprüft am 16.09.2026

Zum Vergleich

Dieser Ratgeber wurde KI-gestützt erstellt, mit Quellen belegt und zuletzt am 15.09.2026 aktualisiert. Wie wir arbeiten, beschreibt die Methodik.