Im Ruhestand zählen bei der Geldanlage vor allem Sicherheit, Verfügbarkeit und ein planbarer Ertrag. Ein Tagesgeldkonto erfüllt diese Anforderungen: Es gibt kein Kursrisiko, das Geld ist jederzeit abrufbar, und Guthaben sind über die Einlagensicherung geschützt.
Warum Tagesgeld im Ruhestand gut passt
- Kein Kursrisiko: Anders als bei Aktien oder Fonds schwankt das Guthaben nicht.
- Jederzeit verfügbar: Wichtig für unvorhergesehene Ausgaben, etwa für Gesundheit, Pflege oder Reparaturen.
- Einlagensicherung: Guthaben sind bis 100.000 € je Kunde und Bank gesetzlich geschützt – mehr dazu im Ratgeber Ist Tagesgeld sicher?.
- Keine Laufzeit: Sie müssen sich nicht festlegen, wann Sie das Geld brauchen.
Aktuell zahlt die beste Bank im Vergleich Neukunden 4,10 % (Renault Bank direkt).
Steuern: Diese Möglichkeiten sollten Sie kennen
Günstigerprüfung
Viele Rentner haben einen persönlichen Steuersatz unter 25 %. Dann können sie in der Steuererklärung mit der Anlage KAP die Günstigerprüfung beantragen (§ 32d Abs. 6 EStG). Das Finanzamt besteuert die Zinsen dann mit dem niedrigeren persönlichen Satz und erstattet die Differenz.
Vereinfachtes Beispiel ohne Solidaritätszuschlag: 500 € Zinsen über dem Freibetrag würden mit 25 % Abgeltungssteuer 125 € kosten. Bei einem persönlichen Steuersatz von 18 % sind es 90 € – 35 € weniger.
NV-Bescheinigung
Fällt für Sie voraussichtlich gar keine Einkommensteuer an, können Sie beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen. Legen Sie sie Ihrer Bank vor, behält diese keine Steuer auf Zinsen ein – auch über den Sparer-Pauschbetrag hinaus. Die Bescheinigung gilt höchstens drei Jahre.
Ob das zutrifft, hängt vom zu versteuernden Einkommen ab: Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 € (§ 32a EStG). Von der gesetzlichen Rente ist dabei nur der steuerpflichtige Anteil maßgeblich, der vom Jahr des Rentenbeginns abhängt. Im Zweifel hilft das Finanzamt oder ein Lohnsteuerhilfeverein.
Alles Weitere zur Besteuerung erklärt der Ratgeber Tagesgeld und Steuern.
Größere Beträge sinnvoll aufteilen
- Notgroschen: mehrere Monatsausgaben auf dem Tagesgeld.
- Absehbare Ausgaben: Geld für die nächsten ein bis zwei Jahre ebenfalls auf dem Tagesgeld.
- Geld, das länger nicht gebraucht wird: kann auf Festgeld mit festem Zins liegen – der Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld hilft bei der Entscheidung.
- Über 100.000 €: auf mehrere Banken verteilen, damit die Einlagensicherung jeweils greift.
Vorsorgen für den Ernstfall
Richten Sie bei der Bank eine Kontovollmacht für eine Vertrauensperson ein oder hinterlegen Sie eine Vorsorgevollmacht. So kann im Krankheitsfall jemand für Sie handeln, ohne dass ein Gericht einen Betreuer bestellen muss.
FAQ
Häufige Fragen
Kann ich ein Tagesgeldkonto auch ohne Smartphone eröffnen?
Ja. Viele Banken bieten neben Video-Ident und Online-Ausweis auch Post-Ident an, bei dem Sie sich in einer Postfiliale ausweisen. Das Konto verwalten Sie dann am Computer.
Lohnt sich die Steuererklärung wegen der Zinsen?
Wenn Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt und die Bank Abgeltungssteuer einbehalten hat, kann die Günstigerprüfung Geld zurückbringen. Ob sich das lohnt, hängt von der Höhe der einbehaltenen Steuer ab.
Wer kann im Notfall auf mein Tagesgeld zugreifen?
Nur Sie, wenn keine Vollmacht besteht. Mit einer Kontovollmacht bei der Bank oder einer Vorsorgevollmacht können Vertrauenspersonen handeln, falls Sie selbst es nicht mehr können.
Aktuell höchster Neukundenzins im Vergleich
4,10 % bei Renault Bank direkt4 Monate, danach 2,00 % – geprüft am 16.09.2026
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Dieser Ratgeber wurde KI-gestützt erstellt, mit Quellen belegt und zuletzt am 15.09.2026 aktualisiert. Wie wir arbeiten, beschreibt die Methodik.