Wer Geld sicher und kurzfristig verfügbar parken möchte, stößt neben Tagesgeld schnell auf Geldmarktfonds. Beide bringen Erträge nahe am kurzfristigen Marktzins – sie unterscheiden sich aber bei Absicherung, Kosten und Steuern.
Was ist ein Geldmarktfonds?
Ein Geldmarktfonds legt das Geld der Anleger in sehr kurz laufende Anlagen an, etwa kurzfristige Anleihen oder Einlagen, oder bildet über Tauschgeschäfte den €STR nach – den Zinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum über Nacht Geld leihen. Geldmarkt-ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt.
Ein Geldmarktfonds ist kein Bankguthaben, sondern ein Sondervermögen. Geht die Fondsgesellschaft pleite, bleibt das Fondsvermögen geschützt. Eine gesetzliche Einlagensicherung gibt es aber nicht.
Tagesgeld und Geldmarktfonds im Vergleich
| Kriterium | Tagesgeld | Geldmarktfonds / Geldmarkt-ETF |
|---|---|---|
| Ertrag | vom Bank festgelegter, variabler Zins | folgt dem kurzfristigen Marktzins, abzüglich Kosten |
| Absicherung | gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Bank | Sondervermögen, keine Einlagensicherung |
| Kosten | in der Regel keine | laufende Fondskosten, ggf. Order- und Depotgebühren |
| Wertschwankung | keine | gering, aber möglich |
| Verfügbarkeit | jederzeit | börsentäglich verkaufbar, Gutschrift nach wenigen Tagen |
| Besteuerung | Zinsen im Jahr der Gutschrift | Ausschüttungen, Veräußerungsgewinne und ggf. Vorabpauschale |
| Voraussetzung | Tagesgeldkonto | Wertpapierdepot |
Wie viel Tagesgeld aktuell bringt, zeigt der Vergleich: Die beste Bank zahlt Neukunden 4,10 %. Der Zins für Bestandskunden liegt oft darunter – hier kann ein Geldmarktfonds je nach Marktlage mithalten.
Wann Tagesgeld die bessere Wahl ist
- Ihr Guthaben liegt je Bank unter 100.000 € und soll gesetzlich abgesichert sein.
- Sie möchten keine Kosten und kein Depot.
- Sie wollen einen Neukunden-Aktionszins mitnehmen.
- Sie bevorzugen eine einfache Besteuerung.
Wann ein Geldmarktfonds sinnvoll sein kann
- Sie legen sehr hohe Beträge an und möchten nicht auf viele Banken verteilen.
- Sie haben ohnehin ein Depot und wollen Ihr Geld dort bündeln.
- Sie möchten nicht regelmäßig die Bank wechseln, um einen guten Zins zu bekommen.
Steuern: der Unterschied im Detail
Tagesgeldzinsen werden im Jahr der Gutschrift besteuert – mehr dazu im Ratgeber Tagesgeld und Steuern. Bei Fonds sind Ausschüttungen und Gewinne beim Verkauf steuerpflichtig. Bei thesaurierenden Fonds und bei geringen Ausschüttungen kann zusätzlich jährlich eine Vorabpauschale anfallen, die später beim Verkauf verrechnet wird (§ 18 InvStG). Den Sparer-Pauschbetrag können Sie in beiden Fällen nutzen.
FAQ
Häufige Fragen
Sind Geldmarktfonds risikolos?
Nein, aber das Risiko ist gering. Geldmarktfonds legen in sehr kurz laufende Anlagen an, ihr Wert kann dennoch leicht schwanken. Als Sondervermögen sind die Anteile bei einer Pleite der Fondsgesellschaft geschützt; eine gesetzliche Einlagensicherung wie beim Tagesgeld gibt es aber nicht.
Brauche ich für Geldmarktfonds ein Depot?
Ja. Geldmarktfonds und Geldmarkt-ETFs werden über ein Wertpapierdepot gekauft und verkauft. Je nach Anbieter fallen dafür Order- oder Depotgebühren an.
Was ist besser, Tagesgeld oder Geldmarktfonds?
Das hängt vom Betrag und Ihren Zielen ab. Tagesgeld bietet Einlagensicherung und keine Kosten, Geldmarktfonds eignen sich eher für Beträge über der Einlagensicherungsgrenze oder für Anleger, die ihr Geld im Depot bündeln möchten.
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Dieser Ratgeber wurde KI-gestützt erstellt, mit Quellen belegt und zuletzt am 15.09.2026 aktualisiert. Wie wir arbeiten, beschreibt die Methodik.